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SPIRITUALITÄT

































Foto: © Carlos Gagegas
Hat die religiöse Gemeinschaft Eckankar auf Sand gebaut?

Der Gründer der Gemeinschaft "Eckankar" Paul Twitchell schrieb in mehreren Büchern über seine spirituellen Erfahrungen. Er war der Führer der sich 1965 neu gebildeten religiösen Gemeinschaft in den USA, die er bis zu seinem Tod betreute. Die Gemeinschaft besteht heute noch unter einem anderen Führer (genannt Mahanta) und hat selbst in deutschsprachigen Ländern Mitglieder und religiöse Zentren gebildet.

Viele Erlebnisse, die der Autor beschreibt, beziehen sich auf die jenseitigen Welten, wie die astrale (emotional psychische) Ebene, die mentale (Gedankenwelt) und andere höhere geistige Ebenen/Regionen. Es ist schwierig zu beurteilen, in wie weit Paul Twitchtell eigene echte Erfahrungen, die er durch Seelenreisen machte, von den Erfahrungen anderer zu unterscheiden, die er sich selbst zuschrieb. Denn nicht nur innere Erfahrungen, sondern auch viele Schriften anderer haben seine Lehre mitgeprägt.

Der Erfolg und die Ausweitung von Eckankar ist darin begündet, dass vieles plausibel und nachvollziehbar erscheint. Allerdings, und das ist letztlich das Entscheidende, hat Paul Twitchell versucht seine Erfahrungen mit verschiedenen Lehrern, insbesondere die von Kirpal Singh (Lehrer/Meister von Sant Mat) unter anderem Namen zu veröffentlichen. Er hat sich von seinem Lehrer Kirpal Singh losgelöst, weil P. Twitchell vermutlich ein Buch über spirituelle Erfahrungen veröffentlichen wollte mit dem Kirpal Singh nicht einverstanden war. In einem Briefwechsel befand Kirpal Singh die Texte von Twitchell über die anderen jenseitigen Regionen für ungenau.
Paul Twitchell war allerdings beflügelt von dem Gedanken der Grundstock/Führer einer neuen Religion zu werden und löste sich von der Sant Mat Linie und Kirpal Singh, benutzte dessen Wissen und Lehren, die in seinen Schriften dann fiktiven Lehrern zuschrieb und nannte die Religion/Lehre Eckankar. Vielleicht spielten finanzielle Gründe mit eine Rolle, Bücher unter falscher Flagge zu veröffentlichen. Jedenfalls verrtuschte er die Herkunft der Lehrer in seinen Büchern.

"Dokumentierte Nachforschungen haben nachgewiesen, dass Paul Twitchell die Figur Rebazar Tarzs frei erfunden hat. Die Lebensgeschichte dieses Mönches basiert auf Biographien über Kabir, Shiv Dayal Singh, Sawan Singh, Kirpal Singh und mehrerer anderer real existierender Gurus. Diese Erkenntnisse sind jedoch nur wenigen Mitgliedern von Eckankar bekannt." (Quelle:
"Die Gründung einer spirituellen Bewegung" oder "Die unbekannte Geschichte von Paul Twitchell" von David Lane) Folgen Sie dem link und klicken Sie bitte auf die Rubrik: downloads, da können Sie das Buch von David Lane als pdf-Datei nachlesen). Ein Direktlink ist hier aus rechtlichen Gründen nicht möglich.

Weiterhin gibt es Beweise für die Nichtexistenz von Meistern, die P.Twitchell in seinen Büchern erwähnt. Es gibt keine Fotos von den "Meistern", nur gemalte Bilder. Die Anhänger von Eckankar könnten argumentieren, dass diese "Meister" nicht in physischer Gestalt leben und man deshalb in jenseitigen Regionen keine Fotos machen kann. Aber es gibt Aufzeichnungen von P.Twitchell wie in der Januar-Ausgabe 1964 des Orion Magazine, Zitat von P. Twitchell: "...Später wechselte ich zu Sri Kirpal Singh aus Old Delhi über. Beide lehrten Shabda Yoga..." , da wird Kirpal Singh noch erwähnt, als Twitchells Lehrer. Bei der Gründung von Eckankar taucht der Name Kirpal Singh nicht mehr auf.

Die Neugründung einer spirituellen Bewegung machte P. Twitchell sofort zur höchsten Autorität. Er war der Ranghöchste, der Auserwählte, der Mahanta. In seinen Büchern wird Eckankar als eine uralte, ja sogar als die älteste ursprüngliche Lehre, älter als die Veden, beschrieben und hebt Eck/Eckankar an höchste Stelle, heiliger und wahrhaftiger, als alle anderen religiösen Schriften. Dieser Hochmut ist deshalb gefährlich, weil sich auch die Anhänger von Eck als außergewöhnlich und bevorzugt gegenüber anderen Religionen fühlen. Aber de facto taucht Eckankar und die Lehre, die P.Twitchell beschreibt nirgends in der Geschichte auf. Der Trick von Twitchell war, einfach zu behaupten, dass die Menschheit erst jetzt reif für die Lehre sei und ihm erstmalig übermittelt wurde.
Alle Lehrer und die Bibel der Eckisten das "Shariad Ki Sugmad" sind erfunden. Denn es gibt keine Bücher in den Goldenen Tempeln der Weisheit in anderen Regionen, die als "Shariad Ki Sugmad" bekannt sind, die P.Twitchell angeblich von höheren Regionen übermittelt bekommen haben soll. Der Wahrheitsgehalt der Bücher basiert auf anderen Schriften und Seelenreisen, dennoch ist die Irreführung groß!!!
Wenn auch nicht alles frei erfunden ist, weil vieles auf Lehren von Kirpal Singh und anderen beruht, so ist Eckankar dennoch auf Sand gebaut.

- Wie ist es dann möglich, dass man den Eckmeistern dennoch in Traumwelten und bei Seelenreisen begegnet?

Wenn ein Mensch Erfahrungen in den Traumwelten oder durch Seelenreisen mit Eck-Meistern, wie Rebazar Tarzs hat, ihn sieht oder gar zu ihm spricht usw., so sind das selbsterschaffene Illusionen, die der eigene Geist durch seine Vorstellungskraft und die Beschäftigung mit dem Meister erschaffen hat!!!

Einmal weiter gedacht, können wir die großen Schwierigkeiten spiritueller und religiöser Erfahrungen erkennen, die Menschen machen, sowohl in Form von Visionen (zum Beispiel: Marienerscheinungen), Channelings (zum Beispiel: Jesu'Botschaft), Seelenreisen usw. Es sind subjektive Erfahrungen. Fakt bleibt, dass wir alle mit großartigem geistigen Vermögen ausgestattet sind, dass wir geistig fähig zu Schöpfungen sind, dass wir uns traumwelten erschaffen können, aber objektiv teilen können wir sie nicht!
Nur dass, was wir teilen, wie die Wärme der Sonne oder die Härte der Steine und das Weiche der Federn können wir gemeinsam objektiv betrachten und bewerten, da hilft uns die materielle Welt sehr wohl, weil wir alle die Erde als runden Ball im All verstehen/erkennen können.

Paul Twitchell war auch von Ron Hubbard, dem Gründer von Scientology beeinflusst und beeindruckt. R. Hubbard war ein Phantast, der Science Fiction zu einem religiösen Fanatismus trieb. Seine Lehre ist auch auf Sand gebaut und deshalb gefährlich, weil sie teilweise auf unhaltbare Thesen (über den Ursprung der Menschheit) beruht, die seiner Phantasie entsprangen.

- Aber warum gibt es weiterhin Anhänger?

Menschen lassen sich von allem Möglichen beeinflussen und wenn sie einmal in eine Glaubensgemeinschaft ihr Leben verankern, das heißt, ihr Leben darauf aufbauen, wird es um so schwerer der Wahrheit ins Gesicht zu blicken, wenn die Glaubensgemeinschaft nur eine Phantasie als Basis haben, die sie als wahre/historische Tatsache erachten, die quasi im Leben und Alltag funktioniert, verliert man leicht den Überblick. Sobald man einen Schwindel erkennt, sollte jeder vernünftige Mensch die Konsequenzen ziehen, doch gerade da setzt die Vernunft bei den Menschen aus, die schon so sehr in dem Konstrukt der Religionsgemeinschaft = Sekte leben und sich darin etabliert haben. Hin- und Hergerissen taumeln sie weiter in dieser Gemeinschaft, weil sie Angst haben auszusteigen (Angst durch Bedrohung der verbleibenden Mitglieder) oder Angst ihr Leben total neu ordnen zu müssen, nach dem Motto: Lieber eine Halbwahrheit leben, als einsam zu sein oder die Macht/Bequemlichkeit zu verlieren!!!



Ich selbst habe das Buch: "Der Zahn des Tigers" von P. Twitchell
gelesen und auf weisewerden.eu stellenweise empfohlen. Es war nie die Absicht Jemanden in die Irre zu führen, denn sobald ich erkannt habe (durch die Aufklärungsarbeit ehemaliger Eckisten) was Sache ist, habe ich die Informationen weitergegeben.
Ich bin ich der Devise treu: Nur die Wahrheit kann uns Menschen befreien.

Deshalb ist dieser Artikel notwendig und wenn Paul Twitchell seinen einflussreichsten Lehrer Kirpal Singh äußerlich geläugnet hat, so hat er doch viel von ihm gelernt. Wer also Näheres über Seelenreisen und den jenseitigen Welten erfahren möchte, sollte Bücher von Kirpal Singh und die Lehre Sant Mat lesen. (Sant Mat auf wikipedia).
Empfehlen kann ich auch Julian P. Johnsons' Buch "The Path of the Masters" (1939, deutsche Ausgabe: Der Pfad der Meister), das ich selbst auch gelsen habe und von dem P.Twitchell auch abgeschribeen haben soll.

Sollte hier oder an anderen Textstellen noch Jemand über wahrhaftigeres Wissen verfügen, so kann er dies gerne kundtun. Wir sind nicht unbelehrbar oder fanatisch. :-)

Bestes Wissen und Weisheit weiterhin wünscht webmaster Henry

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